Jabulani Day-Care Center – eine Stütze der Community

Das Jabulani Day-Care Center in Südafrika ist eines der Projekte, die die Umckaloabo-Stiftung kontinuierlich über die Jahre unterstützt hat. Es ist zugleich ein von großer Eigeninitiative getragenes Projekt, das sich allen Gegebenheiten – auch der Corona-Krise – auf einfallsreiche Weise anpasst und in jeder Herausforderung eine Chance sieht. Und sie nutzt.
Das Jabulani Day-Care Center ist endlich wieder fest in der Hand der Kinder, der Spielplatz von Kinderlachen erfüllt. Während des Lockdowns war die Kindertagesstätte monatelang geschlossen. Anfang September konnte Cynthia Isaacs, die Gründerin und Leiterin der Kindertagesstätte, „ihren Kindern“ endlich wieder die Türen öffnen, nachdem in Südafrika die Corona-bedingten Einschränkungen gelockert wurden.
 
Jabulani liegt in einer informellen Siedlung in Westlake, in einer der ärmsten Regionen Südafrikas. Von staatlicher Unterstützung oder Dienstleistung ist sie weitgehend ausgeschlossen. Cynthia Isaacs gründete das Jabulani Day-Care Center vor 16 Jahren, um Kinder zu versorgen, die unbeaufsichtigt blieben, während ihre Eltern tagsüber zur Arbeit gingen oder Arbeit suchten.
 
Inzwischen hat Cynthia ihr Haus fast komplett dem Day-Care Center überlassen. „Die Kinder bestimmen unser Leben“, sagt sie.
Die Kinder haben einen Ort wie Jabulani sehr nötig. Doch die meisten Eltern hier haben kein festes Einkommen, sodass die Tagesstätte kaum genug Betreuungsgeld einsammeln kann, um die laufenden Kosten zu decken. Die Unterstützung der Umckaloabo-Stiftung ist daher von unschätzbarem Wert. Den Lockdown, als Jabulani geschlossen war und alle Eltern die Zahlungen eingestellt hatten, hätte das Jabulani Day-Care Center ohne die Unterstützung der Umckaloabo-Stiftung wohl nicht überstanden.
Cynthia Isaacs hat jedoch während des Lockdowns keinesfalls die Hände in den Schoß gelegt und abgewartet. Sie hat andere Aktivitäten gestartet: Im April, als in Südafrika aufgrund der Pandemie strenge Restriktionen galten und viele Familien von einem Tag auf den nächsten ihr Einkommen verloren, hat Cynthia drei Wochen lang eine Suppenküche betrieben. So konnte sie viele Kinder und ihre Familien, die zum Day-Care Center gehörten, mit Essen versorgen.
 
Als der Lockdown in die Verlängerung ging und Schulen weiter geschlossen blieben, fiel Cynthia auf, dass sich viele Kinder tagsüber auf einem nahegelegenen Gelände aufhielten, das bereits allgemein als Mülldeponie genutzt wurde. So kam sie im Juni auf den Gedanken, in einer gemeinschaftlichen Aufräumaktion den Müll zu beseitigen, und bezahlte einige junge Männer für ihre Mithilfe aus ihrem eigenen Portemonnaie. „Leider macht hier niemand was ohne Bezahlung“, seufzt sie. „Aber die Community kennt und respektiert mich, und zumindest helfen Leute mit, wenn ich eine Aktion starte.“
Nach der Müllaktion haben die Jugendlichen angefangen, auf dem Gelände einen Fahrradparcours anzulegen. Das Fahrrad spielt in der Freizeitgestaltung der Jugendliche eine große Rolle. Sie leihen sich gegenseitig die Räder aus und üben Sprünge und andere Kunststücke. Cynthia will weiter daran arbeiten, das Gelände zu einem Ort zu machen, an dem die Kinder der Community sich wohlfühlen und sicher sind.
 
Für Cynthia sind es nicht die ersten Community-Projekte. Schon zuvor hat sie vermüllte Straßenränder in kleine Gärten verwandelt. Sie kümmert sich auch weiterhin darum, indem sie die Kinder ermuntert, gegen eine kleine Belohnung Müll aufzusammeln. Zu Zeiten, in denen das Day-Care Center geöffnet ist, ist es Teil ihres wöchentlichen Programms, durch die Straßen zu laufen und den Kinder nahezubringen, sich für die Umwelt verantwortlich zu fühlen.
 
Manchmal fühlt es sich an, als würde sie gegen Windmühlen kämpfen, denn immer wieder weht Müll durch die Straßen oder bleibt am Straßenrand liegen. Aber Cynthia verliert nicht den Mut. Sie glaubt fest daran, dass sie mit jedem Stück Müll, jedem kleinen Schritt und jedem neuen Projekt ihre Community verändern kann.

Jabulani Day-Care Center – wie es wurde was es ist

Der Name Jabulani ist aus der Sprache der Zulu und bedeutet „glücklich sein“. Cynthia Isaacs und ihr Mann, Pastor Roland Isaacs, haben den Namen Jabulani für ihr Daycare Center gewählt, da sie die Kinder aus ihrer sehr armen Community in Westlake bei Kapstadt glücklich sehen wollen. Jabulani steht für einen Ort der Freude, an dem benachteiligte Kinder miteinander spielen, lernen und wohlbehütet heranwachsen können.
 
Im Jahr 2004 nahmen Roland und Cynthia das erste Baby in ihre Obhut und legten damit den Grundstein für Jabulani. Inzwischen betreuen die beiden gemeinsam mit zwei Mitarbeitern 45 Kinder im Alter von 5 Monaten bis zu 5 Jahren an 5 Tagen in der Woche in ihrem eigenen Haus. Dies bedeutet, dass die Eltern mit gutem Gewissen arbeiten gehen können und die Kinder ihren Tag nicht auf der Straße verbringen müssen. In einem weiteren Haus werden zusätzlich 15 Babys liebevoll betreut.
 
Die ersten Lebensjahre jedes Menschen sind prägend für seine weitere Entwicklung. Die Kindheit ist eine enorm sensible Phase, in der sich Kinder emotional, kognitiv und auch sozial sehr schnell entwickeln. In diesen ersten Jahren wird die Basis für das spätere Lernen gebildet. Für die gesunde Entwicklung jedes Kindes ist eine gute Förderung und Erziehung deshalb von tragender Bedeutung.
 
Das Jabulani Day-Care Center bietet den Kindern neben Sicherheit und Nahrung auch motorische, musikalische und sprachliche Förderung sowie Kreativangebote und ein Umfeld für soziales Lernen. Die Kinder lernen hier außerdem Englisch, um sie auf die Grundschule vorzubereiten.
 
Allerdings stößt das Center mittlerweile an seine finanziellen, personellen und räumlichen Grenzen, sodass wir dringend auf Ihre Hilfe angewiesen sind, um benachteiligte Familien in Westlake auch zukünftig unterstützen zu können.
 
Machen Sie mit und unterstützen Sie das Jabulani Daycare Center in Kapstadt. Ihre Spende kommt zu 100% an!

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