Savanne
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14. Februar 2018

Malawi-Reise der Umckaloabo-Stiftung

Zehn Mitglieder des Stiftungskuratoriums und von Nangu Thina eröffneten Ende 2017 in Malawi zwei Schulen und besuchten verschiedene Projekte der Stiftung.

Es war eine anstrengende Reise. Wer in Malawi reist, merkt schnell, dass er in einem der ärmsten Länder der Welt ist. Die Straßen sind in einem schlechten Zustand, oftmals gibt es überhaupt keine Asphaltdecke. Dazu kommt, dass die Region Nthalire abgelegen ist und somit schwer zu erreichen. Doch der beschwerliche Weg hat sich gelohnt.

Mit offenen Armen empfangen, trotz leerer Taschen

Trotz ihrer Armut begegneten uns die Menschen immer sehr freundlich und waren an uns und unserem Reisezweck sehr interessiert. Überall, wo wir hinkamen, wurden wir herzlich willkommen geheißen.

Immer wieder versicherten uns die Menschen in Malawi, dass sie unsere Mühe schätzen. Dass sie unseren Besuch schätzen. Dass sie schätzen, dass wir in diesen entlegenen Winkel des Landes, ja der Welt kommen. Das passiert scheinbar nur selten.

Leben wie vor der Industrialisierung

In der Regel kochen die Menschen noch mit Holz oder Holzkohle. Nur selten haben sie hier in Nthalire Zugang zu Strom. Ihr Wasser holen sie vom Dorfbrunnen. Es gibt kaum Ressourcen und kaum Verdienstmöglichkeiten. Hier auf dem Land halten sich die Menschen gerade mit dem über Wasser, was sie selbst anbauen – Subsistenzwirtschaft.  

Offene Menschen, beeindruckende Landschaft

Am meisten beeindruckt hat uns die Neugier der Menschen uns gegenüber. Die Landschaft war spektakulär und von einer großen Schönheit. Malawi ist ein sehr schmales, langes Land, insgesamt erstreckt es sich über 1.000 km von Nord nach Süd. Auf dieser ganzen Strecke gibt es nur einen Highway. Diese ist zwar geteert, aber hier fahren halt auch Ochsenkarren und andere Gespanne. 

Süden versus Norden

Der Norden Malawi ist wesentlich schlechter entwickelt und auch ärmer als der Süden. Im Süden gedeihen neben Tabak auch am Zuckerrohr und das wirtschaftliche Herz schlägt in Lilongwe und in Blantyre. Dort sind viele internationale Konzerne ansässig.

Die Not der Menschen

In den Projekten hat uns immer wieder Not der Menschen berührt. Durch die hohe Kinderzahl und die geringen Ressourcen wird man in Malawi schnell Opfer der Armut – und der Klimaveränderungen. In den letzten Jahren hat es mehrfach Dürren und Überschwemmungen gegeben, so dass jedes Mal große Teile Der Ernte vernichtet wurde.

Dürre bedeutet nicht nur Hunger, sondern auch keine Schule

Wenn bei einem Ernteausfall keine Vorräte vorhanden sind, leiden alle Hunger. Umso schwerer ist es dann Bildungschancen wahrzunehmen und das Schulgeld zu bezahlen. Insbesondere für die Mädchen bedeutet dies oft, dass sie die Schulausbildung frühzeitig abbrechen müssen. Sie müssen dann auf dem Feld oder zu Hause helfen oder werden verheiratet – schlicht, damit sie zu Hause nicht mehr zu Last fallen. 

Hartnäckig und dankbar

Trotz aller Schwierigkeiten versuchen die Menschen das Beste aus der Situation zu machen. Diese Eigeninitiative unterstützen wir gerne und versuchen zu helfen, wo wir können.