SAMBIA – Nähen schafft Chancen

Im April gingen 1.000 Euro Corona-Soforthilfe nach Lusaka in das Projekt von Schwester Mary in Lusaka, Sambia. Die Franziskanerin unterhält dort die St. Francis-Kindertagesstätte, die aber coronabedingt viele Wochen geschlossen war. Für die Kinder bedeutet das: keine Betreuung und nicht einmal eine warme Mahlzeit am Tag.

Mit der Hälfte der Corona-Soforthilfe konnte Schwester Mary zum Glück die Familien und Pflegefamilien der Kinder mit Essenspaketen versorgen und so die akute Not lindern.

Nähen und unabhängig werden

Aber ihre Hilfe ging weiter: Mit dem Rest der Soforthilfe kaufte sie Nähmaschinen und Stoff. Die Frauen, die dort als Näherinnen ausgebildet werden, haben in Corona-Zeiten vor allem Masken genäht. Ein Teil wurde kostenlos an die Ärmsten verteilt, viele zum Selbstkostenpreis an Schülerinnen und Schüler verkauft.

Darüber hinaus konnten die Näherinnen aber auch größere Stückzahlen an Masken an Privatpersonen, Firmen und sogar an die Regierung verkaufen. Der Gewinn erlaubt es ihnen, die Nähmaschinen schließlich zu kaufen und sich so die Basis für ein eigenes kleines Gewerbe zu schaffen.

Nachhaltigkeit par excellence

Das Projekt ist schon jetzt ein voller Erfolg. Aber der Verkauf geht weiter. Schwester Mary konnte neue Nähmaschinen kaufen und weiter Näherinnen ausbilden. Nachhaltiger können 500 Euro kaum investiert werden!