Ashley Stevens in Lusaka

Ashley Stevens aus Landau hat von August bis Oktober 2018 in Lusaka, Sambia, als Freiwillige bei den Franziskanerinnen gearbeitet.

Sie unterrichtete an verschiedenen Schulen, die von der Umckaloabo-Stiftung unterstützt werden. Ashley Stevens unterrichtet ICT („Information & Computer Technology“) an einer Sekundarschule im Chipata Compound, als Freiwillige im Projekt von Schwester Loice Kashangura in Sambia, das von der Umckaloabo-Stiftung unterstützt wird.

„Zuerst hatte ich Panik, als ich hörte, dass ich vor allem ICT unterrichten soll“, sagt Ashley, denn sie ist ja keine IT-Expertin, sondern Lehramtsstudentin für Deutsch und Englisch in Landau. Aber ihre Schüler in Lusaka haben so gut wie keinen Zugang zu Computern und so wenig Erfahrung im Umgang damit, dass ihre Anwenderkenntnisse und Grundlagen, die sie sich selbst aneignet, ausreichen, um an den beiden Sekundarschulen im Compound IT-Grundlagen zu vermitteln.

Chipata Compound

Der Chipata Compound ist ein Stadtteil von Lusaka, ähnlich einem Slum. Aufgrund der Landflucht ist die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten extrem schnell gewachsen. Vor allem am Stadtrand dehnen sich die Ansiedlungen mit ärmlichen Hütten immer weiter aus.

Ashley wohnt selbst auch bei einer Gastfamilie im Compound, bei der sie ungeschönten wie herzlichen Einblick in die Gepflogenheiten und die Gemeinschaft vor Ort erhält, zum Beispiel wenn sie mit den Mädchen der Familie im Kitengue, einem um die Hüfte geknoteten bunten Tuch, nach sambischer Art auf einer Art Grill kocht. Sie wurde sehr freundlich aufgenommen und hat auch rasch einige Sätze in der Sprache Chinanja gelernt, mit denen sie gut zurechtkommt.

Häuser im Chipata Compund. Im Vordergrund Säcke mit Kohle, die in Sambia fürs Kochen genutzt wird.
Häuser im Chipata Compund. Im Vordergrund Säcke mit Kohle, die in Sambia fürs Kochen genutzt wird.
Ein Eindruck von Ashleys Weg zur St. Paul's School.

Was der Tag bringt

„Abgesehen von den Unterrichtsstunden weiß ich morgens meist nicht, was der Tag an Aufgaben bringt.“ So hat Ashley zum Beispiel Schwester Mary bei ihren Besuchen lokaler Firmen begleitet, die die Projekte mit Essens- oder Geldspenden unterstützen, oder die Materialien für den Unterricht zusammengestellt. Daneben hat sie auch die Homepage der Franziskanerinnen betreut.

Wie kommt eine Lehramtsstudentin aus Landau in ein Armenviertel in Lusaka? „Eigentlich über meine Mutter“, sagt Ashley Stevens. Denn die hatte ihrer Tochter den Tipp gegeben, ihr Auslandssemester statt an einer ausländischen Uni in einem Projekt der Umckaloabo-Stiftung zu absolvieren.

Neue Erfahrungen

Ashley ist froh, ihre anfänglichen Bedenken überwunden zu haben und diesen außergewöhnlichen Weg gegangen zu sein. Was sie mit zurücknimmt sind die Herzlichkeit der Menschen in Lusaka, kritische Reflexion über das Leben in Deutschland und einen neuen Blick in die Welt.

Auch das Improvisieren hat sie gelernt. Zum Beispiel, als sie sich einmal als Lehrerin statt vor den Schülern einer fünften Klasse vor den 140 Schülern aller fünften Klassen der Schule befand, denen sie – ohne Computerraum – zwei Stunden lang den Umgang mit Cursor und Navigation vermitteln sollte. Sicherlich eine nützliche Übung für eine angehende Lehrerin.

 

Schüler der Klassenstufe 5, in der auch Ashley Stevens unterrichtet hat, mit der Klassenlehrerin.

Sister Loice hat bisher sehr gute Erfahrungen mit Freiwilligen aus Deutschland gemacht. Vielleicht sind auch Sie auf den Geschmack gekommen? Oder Sie spielen schon länger mit dem Gedanken, sich ehrenamtlich in einem Projekt der Entwicklungshilfe zu engagieren, z. B. über die Umckaloabo-Stiftung?

Interessieren Sie sich für einen Freiwilligendienst in Sambia?

Kontaktieren Sie uns! Wir freuen uns auf Sie!

Uwe Bothur 

uwe.bothur@umckaloabo-stiftung.de 

0221-976 112 12

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